TSV Generalversammlung 2004 Zur Homepage von Ammerndorf
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Ammerndorf 7. Februar 2004.  Generalversammlung des TSV Ammerndorf

vielfältiges Angebot - knappe Kassen - neue Beiträge - Vorstandswahlen 2. Anlauf nötig !

TSV Vorsitzender Georg Schierle begrüßte gegen 19.45 Uhr ca. 85 Mitglieder im TSV Vereinsheim am Sportplatz zur Generalversammlung 2004. In seinem Bericht des abgelaufenen Jahres ging er auf die wichtigsten Maßnahmen und Veranstaltungen ein. Er erläuterte die durchgeführten Baumaßnahmen am Vereinsgelände sowie verschiedene Renovierungsarbeiten. Der Kostenvoranschlag für ein Jugendspielfeld am Sportplatz in Höhe von 8.300 Euro überstiegen derzeit die Leistungsfähigkeit des Vereins. Die Maßnahme wurde bis auf weiteres zurückgestellt. Die Mitgliederzahl zum Vorjahr blieb fast unverändert. Der TSV zählte zum Jahresende 2003 693 Mitglieder (Bewegung 2003 -45 / +43 Mitglieder) Davon waren 420 Erwachsene und 210 Jugendliche. Zum Gedenken an die im Jahr 2003 verstorbenen Mitglieder Karl Popp und Ulrich Ungerer erhoben sich die Mitglieder zum Gedenken. Der Verein kann auf ein vielfältiges Angebot verweisen und hat insgesamt 35 Betreuer im Einsatz. Davon allein 18 Betreuer im Jugendbereich. Er bedankte sich bei allen die sich im Verein engagieren. Vor allem auf diese Stützen ist der Verein auch in der Zukunft angewiesen. Er bedankte sich auch bei seinen Vorstandskollegen für die Mitarbeit im abgelaufenen Jahr. Sowohl im sportlichen als auch im gesellschaftlichen Bereich waren viele Aktivitäten zu vermelden. So wurde das Weißbierfest 2003 vom TSV organisiert sowie die Kärwa zusammen mit dem Förderverein ausgerichtet. Georg Schierle bedauerte es sehr, daß das traditionelle Theater des TSV zu Weihnachten zum ersten mal nach 50 Jahren nicht mehr stattfand. Er hoffe, dass dies eine einmalige Angelegenheit war und blickte optimistisch in die Zukunft. Vor allem sei es wichtig die geschaffenen Gebäude und Infrastruktur in den nächsten Jahren zu erhalten und das sportliche Angebot den geänderten Bedürfnissen anzupassen und zu ergänzen. Schriftführerin Traudl Gaier verlas im Anschluss das Protokoll der Sitzung aus 2003.

Es folgten die Kassenberichte. Für die Hauptkasse gab Kassier Thomas Dorn einen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben. Den Einnahmen von 113.141 Euro standen 2003 Ausgaben von 119.202 Euro gegenüber. Es entstand dadurch ein Fehlbetrag von über 6.000 Euro und war somit bereit das zweite Jahr in dem die Einnahmen die Ausgaben nicht decken konnten. Ohne die durchgeführten Veranstaltungen wie z.B. Weißbierfest oder die ausgeweitete Bewirtschaftung des Vereinsheimes, wäre der Fehlbetrag noch höher. Hier schlagen auch die gestiegenen Beiträge an den Sportverband (+8%) oder die gekürzten Zuschüsse für Übungsleiter zu buche. Es folgten Gerlinde Schwarz von der Tennisabteilung sowie Dietmar Graf von der Fußballabteilung mit ihren jeweiligen Berichten der Kasse. Die Abteilungskassen konnten einen gedeckten Abschluss aufweisen. Den Kassierern wurden von den jeweiligen Revisoren eine vorbildliche Kassenführung bescheinigt. Die Entlastung der Kassen erfolgte Einstimmig.

In den Berichten der Abteilungsleiter und Fachwarte wurden vor allem die sportlichen Erfolge und durchgeführten Veranstaltungen herausgestellt. Robert Rudel für die Fußballer, Gisela Stahlmann für die Turnabteilung, Jürgen Fleischmann für die Tennisabteilung und neuer Tischtennisabteilungsleiter Reinhard Weiß gaben einen jeweiligen Überblick über das abgelaufene Sportjahr. Fußball-Jugendwart Norbert Reichardt gab auch kurz ein Resümee über die vielen Nachwuchsmannschaften ab. Die einzelnen Berichte der Betreuer waren in einem schriftlichen Werk für die anwesenden Mitglieder kopiert worden.

Die anschließende Entlastung der Vereinsverwaltung nahm Bürgermeister Schmuck vor. Er bedankte sich im Namen der Gemeinde für die geleistete Arbeit im Vorstand des Vereins und bei allen ehrenamtlich tätigen Helfern. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt.

Vorsitzender Georg Schierle (links) ehrt die langjährigen Mitglieder

Im Punkt Ehrungen wurden 2. Vorstand Fritz Weißkopf und Albert Stinzendörfer für 40-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden , Daniel Zeitler, Günter Popp, Gerda Hirth, Robert Rudel, Brigitte Viertel,Werner Hagen, Rainer Eck (war nicht da) und Ehrenmitglied Wilfried Lübke geehrt.

Nach einer kurzen Pause wurde von Kassier Thomas Dorn der vom Vorstand erarbeitete Vorschlag einer Beitragserhöhung vorgestellt. Im Vorfeld ging er nochmals darauf ein, dass das in den letzten beiden Jahren entstandene Defizit nur durch Beitragserhöhungen ausgeglichen werden können, da Einsparungen nur zu lasten des derzeitigen Angebotes gehen würden. Erstmals in der Vereinsgeschichte sollen nun auch Kinder einen Beitrag zahlen. (Diese waren bisher Beitragsfrei wenn ein Elternteil Mitglied im TSV war). Er führte aus, dass fast jeder Verein im Umkreis Beiträge für Kinder und Jugendliche verlange. Zumal jedes Kind ca. 4 Euro im Jahr an Versicherungen und Verbandsbeiträge kostet. Auch die Kinder, die nicht mehr im TSV aktiv sind aber noch gemeldet sind. Die Erhöhung der Beiträge würde unter dem jetzigen Mitgliederstand ca. 5.700 Euro betragen und somit die Deckungslücke ausgleichen. Etwa 2000 Euro wären davon die Beiträge der Jugendlichen. Die Vorstandschaft hoffe, dass die geplanten Erhöhungen nicht zu vielen Austritten führen werden und appellierten an die Mitglieder nochmals um Verständnis. Nach einigen Diskussionen und Wortmeldungen aus der Versammlung (die unter anderem Einführung von Abteilungsbeiträgen) wurden folgende neue Beiträge mit großer Mehrheit beschlossen (7 Gegenstimmen, 4 Enthaltungen)

Mitgliedsstatus

Personen

Jahresbeitrag

(=mtl. Beitrag)

Mitglied (aktiv) Kind bis 18 Jahre

max. werden 2 Kinder pro Famile berechnet

36,--

3,--

Passives Mitglied

Einzelperson

54,--

4,50

 

+ (Ehe) Partner

27,--

2,25

 

+ 1. Kind (aktiv)

24,--

2,--

 

+ 2. Kind (aktiv)

12,--

1,--

Aktives Mitglied

Einzelperson

96,--

8,--

 

+ (Ehe) Partner

48,--

4,--

 

+ 1. Kind (aktiv)

24,--

2,--

 

+ 2. Kind (aktiv)

12,--

1,--

Weiterer Tagesordnungspunkt war die vom Vorstand vorgeschlagene Abwicklung der Hauptvereinsarbeitsstunden. Der Vorschlag sieht vor, dass die Ersatzzahlungen für nicht geleistete Arbeitsstunden (5 Stunden a 11 Euro) bereits am Jahresanfang eingezogen werden. Nach Ableistung der Stunden werden diese dann zum nächsten Monat wieder zurückvergütet. Die Vorstandschaft hofft damit, dass die müßige “Hinterherlauferei” für Helferdienste besser werde. Da sich viele immer erst nach mehrmaligen Ansprechen bereiterklärten. Es gab einige Bedenken aus dem Gremium für eine solche Vorgehensweise. Christian Dorn meinte, dass ein solches Verfahren bereits im Kindergarten Spatzennest praktiziert wird und sich durchaus positiv auf die Arbeitsbereitschaft ausgewirkt habe. Mit 37 Ja, 18 Nein und 15 Enthaltungen wurde schließlich dem Vorstandsentwurf zugestimmt.

Mit Spannung kam es nun zur Anstehenden Neuwahl des Vorstandes. Es waren eine komplette neue Vorstandschaft zu wählen (1. Vorstand, 2. Vorstand, Kassier, Schriftführer, Vereinsjugendleiter und 4 Beisitzer). In seinem Vorwort zur Wahl ging Vorsitzender Georg Schierle noch einmal auf die zukünftigen Aufgaben ein. Es sei schon ein großer Unterschied und Diskrepanz zwischen bürgerschaftlichen Engagement, das sich auf zeitliche projektbezogene Mitarbeit erstrecke und die Ausübung eines Ehrenamtes, das eine dauerhafte und ausdauernde Mitarbeit erfordere. Er hoffe, dass sich für die Zukunft des Vereines eine gute Mannschaft finden wird. Bürgermeister Schmuck, der neben Herbert Reidinger und Paul Zwingel den Wahlausschuss bildete fragte nun nach Vorschlägen aus der Versammlung für den 1. Vorstand. Die Vorgeschlagenen Personen Robert Rudel, Thomas Dorn, Siegfried Warstatt, Christian Dorn, Fritz Weißkopf und Hans Wening standen jedoch nicht zur Wahl bereit. Der ebenfalls vorgeschlagene bisherige Vorstand Georg Schierle zog seine anfängliche Bereitschaft ebenfalls zurück. Er konnte aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen vorab nur eine befristete Zusage geben sobald ein neuer Vorsitzender gefunden würde. Herbert Reidinger bemängelte, dass seitens der bisherigen Vorstandschaft keine Anstrengungen vor der Versammlung auf Nachfolge unternommen waren. Georg Schierle erwiderte, dass bereits seit einigen Monaten intensiv mit verschiedenen Personen Gespräche geführt wurden aber keine Zusage erhalten wurde. Nach lebhaften Diskussionen in der Versammlung wurde die Wahl von Bürgermeister Schmuck für beendet erklärt, da es keinen Sinn mache andere Positionen zu besetzen, wenn der 1. Vorsitzende nicht feststeht. Es müsse nun in den nächsten drei Monaten eine außerordentliche Sitzung durchgeführt werden bei der eine neue Vorstandschaft gewählt wird. Bis dahin bleibt die bisherige Vorstandschaft kommissarisch im Amt.

Es folgten noch die Wahl der Revisoren für die Kassen. Unter Verschiedenes stellte Siegfried Warstatt noch den Antrag, dass seitens der Vorstandschaft eine Prüfung von Abteilungsbeiträgen erfolgen sollte. Der Antrag wurde mit 54 Nein und 9 Ja Stimmen nicht zugelassen. Ehrenvorsitzender Herbert Reidinger bat ebenfalls die geplante Wasserversorgung für die Sportplatzbewässerung und Tennisanlagen zu forcieren. (Über Saugleitungen solle Wasser vom Reichenbach in den alten Hochbehälter gepumpt werden. Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt und der Gemeinde sind noch zu führen). Hans Gaier stellte die Frage, ob nicht die Gemeinde einen billigeren Wasserpreis für den TSV abrechnen könnte.

Gegen 23.15 Uhr erklärte Vorsitzender Georg Schierle die Sitzung für beendet.

Wir dürfen hoffen, dass sich in den nächsten Wochen eine gute Mannschaft für die Vorstandspositionen findet. Der TSV als große Stütze im Gemeinwohl der Gemeinde vor allem auch in der Jugendarbeit braucht nun die Unterstützung um das geschaffene auch zukünftig zu erhalten.

Christian Dorn von der Generalversammlung